Erstmals muss sich ein Nichtdeutscher als mutmaßlicher Handlanger in Deutschland für nationalsozialistische Verbrechen verantworten: Seit dem 30. November 2009 gegen 11 Uhr wird vor dem Landgericht München II die Strafsache wegen Beihilfe zum Mord in 27.900 Fällen gegen John Demjanjuk verhandelt. Der Angeklagte soll in der Zeit des Nationalsozialismus 1943 unter dem Namen Iwan Demjanjuk als Wärter im Vernichtungslager Sobibor als Wachmann im Rahmen des Holocausts bzw. der Shoah an der Ermordung von 27.900 Juden mitgewirkt haben. Bei einer Verurteilung drohen bis zu 15 Jahre Gefängnis.